From the magazine FamPra.ch 3/2012 | S. 601-626 The following page is 601

Das Übereinkommen gegen Frauendiskriminierung (CEDAW) in der familienrechtlichen Praxis: Ansätze und Möglichkeiten

Stichwörter:
Geschlechterdiskriminierung, Übereinkommen gegen Frauendiskriminierung, direkte Anwendbarkeit, völkerrechtskonforme Auslegung, internationale Beschwerde, Scheidung, häusliche Gewalt.
Mots clefs :
Discrimination à raison du sexe, Convention sur l’élimination des discriminations à l’égard des femmes, applicabilité directe, interprétation conforme au droit international, recours international, divorce, violence domestique.

I. Einleitung und Überblick

Das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Diskriminierung der Frau von 1979 (CEDAW)1 ist in der Schweiz seit 1997 in Kraft. Seit 2008 hat der zuständige UNO-Ausschuss auch die Kompetenz, individuelle Mitteilungen aus der Schweiz zu behandeln, die eine Verletzung der Rechte aus dem Übereinkommen geltend machen.2 Bis heute ist es in der Schweizer Rechtspraxis wenig genutzt worden, Mitteilungen aus der Schweiz hat der Ausschuss noch keine behandelt. Anwälte und Gerichte beschränken sich in ihrer rechtlichen Argumentation…

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