From the magazine FamPra.ch 1/2010 | S. 56-76 The following page is 56

Grundlagen der Schweizer Familienpolitik

Der jüngste Spross der Sozialpolitik ist volljährig geworden

Stichwörter:
Sozialpolitik, Familie, Demographie, Sozialstruktur, Kultur.
Mots clefs :
Politique sociale, famille, démographie, structure sociale, culture.

I. Einleitung

Zweifelsohne führte die Familienpolitik – und das betrifft keineswegs bloss die Schweiz – lange Zeit ein Aschenbrödel-Dasein. Man kann Gerhard Mackenroth erwähnen, der 1952 in seinem viel zitierten Aufsatz: Die Reform der Sozialpolitik durch einen deutschen Sozialplan1 für eine «Korrektur des Individualprinzips durch das Familienprinzip» plädierte und damit in Deutschland die Debatte zur Etablierung der Familienpolitik als vollwertigen Zweigs der Sozialpolitik vom Zaume brach. Er schreibt: «Hier erwächst der Sozialpolitik noch einmal eine neue Aufgabe, die sozialpolitische Grossaufgabe des 20. Jahrhunderts: Familienlastenausgleich, meines Erachtens der einzig soziale sinnvolle Lastenausgleich, denn sein Richtmass ist nicht vergangener Verlust, sondern eine gegenwärtige Leistung, deren Lasten ausgeglichen werden…

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