From the magazine FamPra.ch 2/2020 | S. 287-313 The following page is 287

Die fürsorgerische Unterbringung Minderjähriger de lege ferenda

Unter Berücksichtigung der Vorgaben der Europäischen Menschenrechtskonvention

Stichwörter:
Art. 314b ZGB, Art. 310 ZGB, Art. 426 ZGB, Erziehung, psychische Störung, Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts, materiell-rechtliche Grundlage, Freiheitsentzug, Verweis, Behandlung ohne Zustimmung, Kompetenzattraktion, Informationsrecht.
Mots-clés :
Art. 314b CC, art. 310 CC, art. 426 CC, éducation, trouble psychique, retrait du droit de déterminer le lieu de résidence, base juridique matérielle, privation de liberté, renvoi, traitement sans le consentement, attraction de compétences, droit d’être renseigné.

I. Ausgangslage und Fragestellung

Die fürsorgerische Unterbringung Minderjähriger wird im innerstaatlich geltenden Recht lediglich mittels ausdrücklichen Verweises in Art. 314b Abs. 1 ZGB auf die sinngemässe Anwendung der erwachsenenschutzrechtlichen Bestimmungen in den Art. 426 ff. ZGB geregelt. Muss das Kind in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden, so sind die Bestimmungen des Erwachsenenschutzes…

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