Bundesgericht, Entscheid vom 18. September 2018 - 5A_665/2018

Art. 315 Abs. 5 ZPO; Art. 301a Abs. 2 ZGB: Regelung der aufschiebenden Wirkung im Rechtsmittelverfahren bei Veränderung des Aufenthaltsortes der Kinder und alternierender Obhut.

Die aufschiebende Wirkung betreffend den die Veränderung des Aufenthaltsortes der Kinder erlaubenden erstinstanzlichen Entscheid ist bei alternierender Obhut mit grosser Zurückhaltung und nur bei wirklicher Dringlichkeit zu verweigern oder zu entziehen, denn bei dieser Ausgangslage tritt das Kontinuitätsprinzip in den Vordergrund, welches dafür spricht, dass die Aufenthaltsveränderung unter Vorbehalt besonderer Umstände nicht bereits während des Rechtsmittelverfahrens erfolgt, sondern die Kinder bis zum Rechtsmittelentscheid in der angestammten Umgebung bleiben.

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